Weintrauben

Leider keine Weintrauben für mich

Im Frühsommer sah es noch so aus, als ob es ein richtig guter Jahrgang werden würde – hier in der Rummelsburger Südebene. Die Weintrauben wuchsen toll heran. Doch dann kam der Mehltau und raffte einen Großteil von ihnen dahin. Drei Dinge, die ich daraus für die nächste Saison gelernt habe.

1. Rettung durch schnelles Handeln

Der Mehltau ist eine der gefährlichsten Pilzkrankheiten für Weinreben. Das musste ich in diesem Sommer schmerzlich erfahren. Viele meiner Weintrauben sind aufgeplatzt und wurden zu einem Festschmaus für Wespen. Ärgerlich, denn durch schnelles Handeln hätte ich die Ernte retten können. Bereits Mitte Mai habe ich bemerkt, dass sich auf den Blättern ein mehliger, weißlicher Belag gebildet hat. Das wäre der perfekte Zeitpunkt gewesen zu handeln und die befallenen Blätter sofort abzupflücken. Durch eine anschließende Behandlung mit Hausmitteln wie Rohmilch, Backsoda, Kaisernatron oder Pflanzenjauchen hätte ich die Ausbreitung des Mehltaus auf die Trauben wohl verhindern können und würde jetzt die schmackhaften Früchte aus dem eigenen Garten genießen.

Mehltau lässt Weintrauben aufplatzen
Mehltau führt dazu, dass die Weintrauben aufplatzen und ungenießbar werden.

2. Weniger Laub, mehr Weintrauben

Klar, so ein dicht bewachsener Weinstock sieht dekorativ aus. Und Schatten spendet er noch dazu. Weintrauben benötigen aber Licht, Luft und Sonne um gedeihen zu können. Dichtes Laub dagegen erhöht das Risiko eines Befalls durch Mehltau. Um einer Infektion mit Mehltau vorzubeugen, hätte es auf jeden Fall auch geholfen, wenn ich dicht stehende Blätter im Bereich der Trauben entfernt hätte. Natürlich nur so viele, dass eine Beschattung der Trauen erhalten bleibt, schließlich sollen die Weintrauben ja keinen Sonnenbrand bekommen.

Weintrauben brauchen viel Licht. Zu viel Laub erhöht das Risiko, dass die Weintrauben von Mehltau befallen werden.
Schlecht für die Weintrauben: Zu dichtes Laub.

3. Ein Schnitt zurück, bringt die Reben nach vorn

Wenn sich die Pilzkrankheit weiter ausgebreitet und weder Hausmittel noch Entlaubung den Mehltau stoppen, hilft nur ein Rückschnitt aller befallenen Triebe. Natürlich mit einer scharfen und absolut sauberen Gartenschere. Und weil Mehltau in den Knospen der Weinreben überwintert, kann die Pilzerkrankung im nächsten Jahr erneut ausbrechen. Ein gnadenloser Hauptschnitt im Februar oder März ist also nötig, damit es nächste Saison besser klappt und ich in einem Jahr leckere Trauben ernten kann.

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